Bevölkerung EU-27: 2000–2024
📊 Key Insights
- → Die EU-Bevölkerung wuchs von 481 Mio. (2000) auf 507 Mio. (2024).
- → Das entspricht einem Wachstum von nur 5,4 % in 24 Jahren.
- → Ohne Migration würde die EU-Bevölkerung bereits schrumpfen.
- → Die Alterung ist die größere Herausforderung als das absolute Wachstum.
Bevölkerung EU-27: 2000–2024
Die Bevölkerung der Europäischen Union wächst — aber nur langsam. Von 481 Millionen Einwohnern im Jahr 2000 auf 507 Millionen im Jahr 2024. Das entspricht einer Steigerung von rund 5,4 Prozent in fast einem Vierteljahrhundert. Dieses langsame Wachstum ist fast ausschließlich auf Migration zurückzuführen.
Ohne Zuwanderung würde die EU-Bevölkerung bereits schrumpfen. Die Geburtenraten liegen in fast allen EU-Ländern unter dem Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau. Deutschland, Italien und Spanien gehören zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten weltweit. Nur Frankreich und Irland liegen etwas höher.
Die Alterung der Gesellschaft ist die größere Herausforderung: Der Anteil der über 65-Jährigen wächst rasant, während die Zahl der Erwerbstätigen schrumpft. Dies stellt die Sozialsysteme vor enorme Belastungen und verschärft den Fachkräftemangel.
Die Daten von Eurostat zeigen, dass die EU vor einer demografischen Zeitenwende steht. Migration kann die Alterung abmildern, aber nicht stoppen. Die politische Debatte dreht sich um die Frage, wie die EU ihre Sozialsysteme reformieren kann, um dem demografischen Wandel gerecht zu werden.
Datenquelle: Eurostat — Bevölkerungsstatistik EU-27. Stand: 2024.