Energie2024

Energiemix Deutschland 2024

Anteil der Energiequellen an der Bruttostromerzeugung

📊 Key Insights

  • 52,9 % erneuerbar — mehr als die Hälfte des deutschen Stroms kommt aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.
  • Windkraft (25,5 %) ist der größte einzelne erneuerbare Energieträger — onshore und offshore zusammen.
  • Braunkohle (15,8 %) bleibt der größte fossile Energieträger, trotz Kohleausstiegsbeschluss.
  • Nach dem Atomausstieg 2023 trägt Kernenergie 0 % zur Stromerzeugung bei.

Deutschlands Energiemix im Wandel

Der deutsche Energiemix befindet sich in einer historischen Transformation. Noch im Jahr 2000 kamen über 60 Prozent des Stroms aus Kohle und Kernenergie. Heute, 24 Jahre später, dominiert die Erneuerbare-Energien-Revolution: Mit 52,9 Prozent hat der grüne Stromanteil die Mehrheit erreicht.

Windkraft ist dabei der wichtigste Treiber. Mit 25,5 Prozent (20,3 % onshore + 5,2 % offshore) ist Windenergie der größte einzelne Stromlieferant in Deutschland. Die Photovoltaik hat mit 12,1 Prozent ebenfalls stark zugelegt — an sonnigen Tagen deckt Solar zeitweise über 40 Prozent des deutschen Strombedarfs.

Der Atomausstieg im April 2023 markierte einen Wendepunkt: Nach über 60 Jahren zivilkutscher Kernenergienutzung sind alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz. Die dadurch entstandene Lücke wurde primär durch erneuerbare Energien und einen leicht erhöhten Kohleeinsatz gefüllt.

Braunkohle bleibt mit 15,8 Prozent ein bedeutender Faktor — und gleichzeitig der umstrittenste. Deutschland ist der weltgrößte Braunkohleproduzent, und der Tagebau hat massive Umweltauswirkungen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Kohleverstromung bis 2030 weitgehend zu beenden, doch die Debatte über den genauen Ausstiegspfad ist politisch umstritten.

Für die Zukunft plant Deutschland einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien: Bis 2030 sollen 80 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren kommen, bis 2035 sogar nahezu 100 Prozent. Das erfordert einen enormen Ausbau von Wind- und Solarkapazitäten, Speichertechnologien und dem Stromnetz.

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Datenquelle: AG Energiebilanzen / Fraunhofer ISE Energy Charts. Bruttostromerzeugung 2024, vorläufige Werte.