E-Ladesäulen in Deutschland 2015–2025
📊 Key Insights
- → Die Zahl der Ladesäulen stieg von 5.820 (2015) auf 124.800 (2025).
- → Schnelllader wachsen überproportional: von 620 auf 26.400.
- → 2025 gibt es 20x mehr Ladesäulen als 2015.
- → Trotzdem: Die Ladeinfrastruktur hinkt dem E-Auto-Zuwachs hinterher.
E-Ladesäulen in Deutschland 2015–2025
Die Ladeinfrastruktur ist der Flaschenhals der Elektromobilität. Ohne ausreichend Ladepunkte werden Range-Angst und Wartezeiten zum Hindernis für die Verkehrswende. Die Daten zeigen ein beeindruckendes Wachstum: Von knapp 6.000 Ladesäulen im Jahr 2015 auf über 124.000 im Jahr 2025 — eine Verzwanzigfachung in nur zehn Jahren.
Besonders dynamisch ist der Ausbau der Schnellladepunkte gewachsen. Während normale Ladesäulen (AC, bis 22 kW) mehrere Stunden benötigen, laden Schnelllader (DC, ab 50 kW) ein E-Auto in 20-40 Minuten auf 80 Prozent. Die Zahl der Schnelllader stieg von 620 auf über 26.000. Netzbetreiber, AutobahnTankstellen und private Anbieter wie Ionity und EnBW treiben den Ausbau voran.
Trotz des Wachstums bleibt die Ladeinfrastruktur ein Thema. In ländlichen Regionen ist die Dichte deutlich geringer als in Städten. Laden im Wohnblock („Laden an der eigenen Steckdose") ist für viele Mieter noch keine Option. Und die Ladeleistung muss mit dem wachsenden E-Auto-Bestand Schritt halten.
Die Bundesregierung hat den Ausbau zum prioritären Infraukturprojekt erklärt. Förderprogramme und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren sollen helfen. Die Daten zeigen, dass der Trend stimmt — aber das Tempo muss hoch bleiben.
Datenquelle: BDEW / ChargeUp Europe — Ladesäulen-Statistik. Stand: Juni 2025.