Krebsneuerkrankungen 2010–2024
Altersstandardisierte Inzidenz je 100.000 nach Geschlecht
📊 Key Insights
- → Die Krebsneuerkrankungen stiegen bei Männern um +17 % und bei Frauen um +16 %.
- → Männer sind mit 280 je 100.000 stärker betroffen als Frauen (244).
- → 2020 gab es einen pandemiebedingten Einbruch — weniger Vorsorgeuntersuchungen.
- → Darmkrebs-Screening zeigt erste Erfolge bei der Inzidenzsenkung.
Krebsneuerkrankungen 2010–2024
Krebs gehört zu den häufigsten und gefürchteteten Erkrankungen in Deutschland. Die altersstandardisierte Inzidenz — also die Zahl der Neuerkrankungen je 100.000 Einwohner, bereinigt um die Alterstruktur — ist in den letzten 15 Jahren kontinuierlich gestiegen.
Bei Männern stieg die Rate von 240 auf 280 je 100.000, bei Frauen von 210 auf 244. Männer sind generell häufiger betroffen, was teilweise auf einen höheren Anteil an Risikofaktoren wie Rauchen und Alkoholkonsum zurückzuführen ist.
Der Anstieg ist nicht nur mit einer realen Zunahme der Erkrankungen zu erklären. Verbesserte Diagnostik und erweiterte Krebsfrüherkennungsprogramme führen dazu, dass mehr Tumoren erkannt werden, die früher unentdeckt geblieben wären.
Trotz steigender Inzidenz verbessern sich die Überlebenschancen kontinuierlich. Die 5-Jahres-Überlebensrate für viele Krebsarten hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert, dank neuer Therapien wie Immuntherapie, zielgerichteter Medikamente und verbesserter Chirurgie.
Datenquelle: RKI / Zentrum für Krebsregisterdaten — Altersstandardisierte Inzidenz. Stand: Juni 2025.