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WirtschaftAktualisiert: Juni 2025

Staatsschuldenquote in der EU 2010–2025

Staatsschuldenquote ausgewählter EU-Länder in Prozent des BIP. Datenquelle: Eurostat / AMECO.

📊 Key Insights

  • Griechenland hat mit über 150 % die höchste Schuldenquote in der EU.
  • Deutschland konnte seine Quote von 82 % (2010) auf unter 63 % (2025) senken.
  • Die COVID-Pandemie ließ alle Quoten 2020 steil ansteigen — Frankreich sprang über 110 %.
  • Italien bleibt mit 138 % hoch verschuldet, konnte aber seit 2020 leicht stabilisieren.

Staatsschuldenquote in der EU 2010–2025

Die Staatsschuldenquote — also die Gesamtsumme der öffentlichen Schulden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt — ist einer der zentralen Indikatoren für die finanzielle Stabilität eines Landes. In der Europäischen Währungsunion ist sie von besonderer Bedeutung, da die Maastricht-Kriterien eine Schuldenquote von höchstens 60 Prozent vorsehen.

Die europäische Schuldenkrise ab 2010 hat die Unterschiede innerhalb der Eurozone dramatisch offenbart. Während Griechenland, Italien und Portugal mit Quoten weit über 100 Prozent kämpften, stabilisierten sich Länder wie Deutschland und Irland und konnten ihre Schuldenquoten deutlich senken.

Die COVID-19-Pandemie führte zu einem beispiellosen Anstieg der Schuldenquoten in allen EU-Ländern. Massiv ausgeweitete Haushalte, Konjunkturpakete und sinkende Steuereinnahmen ließen die Quoten 2020 steil steigen. Die EU setzte dabei die Stabilitätskriterien vorübergehend aus.

Deutschland hat seine Schuldenquote von über 82 Prozent im Jahr 2010 auf unter 63 Prozent im Jahr 2025 senken können. Dies gelang durch die schwarze Null in den Haushalten vor der Pandemie, solide Wirtschaftsleistung und die geltende Schuldenbremse.

Das Mehr-Linien-Diagramm vergleicht die Entwicklung der fünf größten EU-Volkswirtschaften und zeigt die unterschiedlichen Schuldenpfade.

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Datenquelle: Eurostat / AMECO. % des BIP. Stand: Juni 2025.